
Im
Juni 1951 entstand die Gartenarbeitsschule Tiergarten.
Damit setzt sich eine fast hundertjährige Tradition
fort, denn die schulische Nutzung des Grundstückes
in der Birkenstraße reicht weit in die Vergangenheit.
Bereits 1904 wurden auf dem Gelände Schulbaracken
errichtet. Mehr als dreißig Jahre lang dienten
sie als Klassenräume. Schon damals wurden die Freiflächen
zwischen den Baracken von den Schülerinnen und
den Lehrkräften zu Beeten umgestaltet und bewirtschaftet.
Das Wissen darum, wie wichtig gerade für Kinder
in der Stadt die Beschäftigung mit der Natur ist,
führte 1951 dann zu der Entscheidung, dieses Gelände
zur Gartenarbeitsschule zu machen und damit ganz in
den Dienst der Schule zu stellen. In diesem
halben Jahrhundert konnten Generationen von Schülerinnen
und Schülern in der Gartenarbeitschule nicht nur
lernen, wie man einen Garten bewirtschaftet. Sie konnten
auch Naturerfahrungen machen, die oftmals prägend
waren. Pflanzen, Bäume, die Umwelt und unser alltägliches
Leben sind untrennbar miteinander verknüpft und
verwoben. Den Kindern ein Gefühl für diese
Zusammenhänge zu vermitteln war das Bestreben der
Pädagogen und Gärtner. In keinem anderen Rahmen
hätten die Schüler das so naturnah erfahren
und erleben können. An dieser Stelle danke
ich all denen, die daran mitgearbeitet haben, für
ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. Ich
freue mich sehr, heute mit Ihnen den fünfzigsten
Geburtstag der Gartenarbeitsschule Tiergarten feiern
zu können. Ich wünsche den Pädagogen,
den Gärtnern und besonders den Schülern und
Schülerinnen viel Freude und Erfolg.
Horst Porath, Stadtrat für
Bildung, Kultur, Wohnen
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