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Die Tulpe - das bekannteste Liliengewächs in umserem Frühlingsgarten

 

Liliengewächse kommen in nördlichen gemäßigten Breiten vor, besonders in Ostasien und Nordamerika. Das Überdauerungsorgan ist immer eine Zwiebel.
Systematisch sind die Liliengewächse (Liliaceae) eine Pflanzenfamilie der Monokotyledonen. Das heißt, sie haben nur ein Keimblatt. Typisch für alle Liliengewächse sind die Blattadern, die parallelnervig sind. Sie sind als feine nebeneinander laufende Streifen auf dem Blatt zu erkennen. Das Blatt hat einen glatten Rand.

Ein bisschen Systematik

  • Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
  • Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
  • Ordnung: Lilienartige (Liliales)
  • Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
 

Zur Familie der Liliengewächse( Liliaceae) gehören neben den Lilien auch die Tulpen. Sie bilden darin die Gattung Tulipa.
Die bekannteste Tulpenart ist die Gartentulpe. Ihr lateinischer Name ist 'Tulipa gesneriana'. Auf ihrem aufrechten Stängel trägt sie eine einfache sechsblättrige Blüte, die zwischen April und Mai erscheint. Diese Blütenblätter können unterschiedliche Farben haben. Zumeist sind sie rot, orange oder gelb oder eine Mischung aus mehreren Farben. Der Stängel ist je nach Sorte 25-40 cm hoch. Die Blätter haben kommren direkt aus der Zwiebel sind schmal und lang und haben eine grau-grüne Färbung. 
Eine ander Art der Tulpen sind die Tarda-Tulpen (Tulipa tarda). Drei bis sechs Blüten stehen auf einem relativ kurzem Stängel. Die  Blüten haben einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimeter und breiten sich bei Sonne sternförmig aus. Deshalb heißen sie auch Sterntulpen.

 

Der Aufbau der Blüte

Auf den Bildern ist der typische Blütenbau der Liliaceen gut zu erkennen. Typisch ist, dass die Blüten dreizählig sind.
Die 3 Kelchblätter (Sepalen) und 3 Kronblätter (Petalen) bilden gemeinsam
eine farbige Blütenhülle (Perianth).
Sie sind meist frei und nur selten verwachsen und völlig gleichgestaltet. Deshalb werden sie hier als Blütenhüllblätter (Tepalen) bezeichnet.
Solch eine Blütenhülle hat dann einen speziellen Namen und wird als Perigon bezeichnet.

Die Blüten sind zwittrig, d.h. sie haben neben den roten Blütenblättern, männliche Staubblätter und weibliche Fruchtblätter.

 


Staubblatt (Staminum)

 

3 verwachsene Fruchtblätter (Karpelle)

In einer Blüte gibt es zwei Kreise von  3 Staubblättern (Antheren) und drei Fruchtblätter , die zu einem Fruchtknoten (Gynoeceum) verwachsen sind. Um das zu verdeutlichen, zeichnet man eine Blüte im Querschnitt als Blütendiagramm.

Den Aufbau fasst man in einer Blütenformel zusammen.*P3+3 A3+3 3G(3)
Blütendiagramm einer Tulpe 

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Vermehrung der Tulpen

Die vegetative (generative oder sexuelle) Fortpflanzung

Tulpen vermehren sich, wie auch  das Schneeglöckchen, ungeschlechtlich (vegetative Vermehrung) durch Zwiebeln. Die Mutterzwiebel zieht nach der Blüte ihre Blätter ein. Die Kraft des Zellsaftes aus den Blättern gelangt als Speicherreserve in die Zwiebel. Dort teilt sich die Mutterzwiebel und bildet neue Tochterzwiebwel, die Brutzwiebeln. Diese kleinen Brutzwiebeln wachsen im nächsten Frühjahr aus und bekommen neue Blätter, durch Photosynthese wird Energie gespeichert. Die Zwiebel wird größer und kann dann auch Blüten bilden.

Die ungeschlechtliche Vermehrung führt zu einer großen Produktion gleichartiger Nachkommen. So entstehen z.B. auch die blauen Scillawiesen oder weiße Flächen aus Schneeglöckchen oder Märzenbechern. Bei den Tulpen vermehren sich so besonders gut die botanischen sorten, die den Wildtulpen sehr ähnlich sind.
Die vegetatige Vermehrung wird zur Produktion neuer Gartentulpen im großen Stil genutzt.

 

 

Die generative ( geschlechtliche) Fortpflanzung

Tulpen können sich aber auch geschlechtlich fortpflanzen (generative Vermehrung).

Bei der geschlechtlichen Vermehrung gelangt ein männliches Pollenkorn einer Tulpe auf den weiblichen Teil einer anderen Tulpenblüte (Bestäubung). Das Pollenkorn fällt auf die Narbe und wächst zu einem Pollenschlauch aus. Durch den Schlauch wandert eine männliche Keimzelle (Samenzelle) in den Fruchtknoten und verschmilzt mit der weiblichen Eizelle. Dieser Vorgang ist die Befruchtung. Aus der befruchteten Eizelle entwickelen sich in mehreren Schritten die Samen.

Hierbei vermischen sich die Erbanlagen der väterlichen Tulpe mit der der mütterlichen Tulpe. so können neue Eigenschaften entstehen und die Tuple kann auch anders aussehen. Diese Eigenschaften nutzt man zur Züchtung neuer Sorten.

Wenn die Tulpensamen reif sind, fallen sie in den Boden, überwintern dort und keimen im nächsten Frühjahr aus. Dieser neue Keimling bildet in Laufe des Jahres eine kleine Zwiebel, die wieder überwintert. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrere Jahre, bis die Zwiebel groß genug ist, um dann zu einer Tulpe mit Blüte auszuwachsen.

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