Was sind Zapfen und
wer bildet sie?
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Ein typisches Kennzeichen unserer Nadelbäume, die auch Koniferen genannt
werden, ist die Zapfenbildung. Die Zapfen dienen zur Fortpflanzung. Da die in den weiblichen
Zapfen gebildeten Samenanlagen frei liegen, d.h., sie nicht von einem
Fruchtblatt eingeschlossen werden, gehören die Nadelhölzer zu den Nacktsamigen Pflanzen
(Gymnospermen). |
Zu den Koniferen gehören unsere
größten Bäume, die Mammutbäume, aber auch kleinere Sträucher wie der
Wacholder. Weitere Vertreter sind Lebensbaum, Zeder, Zypresse, Douglasie,
Tanne, Hemlocktanne, Lärche, Kieferngewächse, Fichte und Eibe.
In der Regel haben die Nadelgehölze gerade Stämme mit horizontalen
Ästen, die von unten nach oben relativ gleichmäßig kürzer werden, so dass
der äußere Umriss der Bäume kegelförmig ist.
Die Blätter der Koniferen sind nadel- oder schuppenförmig. Fast
alle sind immergrün. Das ist möglich, weil die Blätter aufgrund ihrer
gerollten Form gut gegen Verdunstung und damit Wasserverlust geschützt
sind. Außerdem haben die Nadeln einen dicken Wachsüberzug.
Auch die Koniferen besitzen Blüten,
doch sind diese deutlich anders gestaltet als diejenigen der Bedecktsamer,
deren Blüten man üblicherweise als solche erkennt. |
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Abb. aus 6. |
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Kätzchen und Zapfen
der Fichte |
Gemeine Kiefer |
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Das liegt daran, dass den
Blüten eine Blütenhülle fehlt und die Blütenorgane zu zapfenartigen
Gebilden angeordnet sind. Die Blüten sind getrennt geschlechtlich.
Männliche und weibliche Blüten können auf einer Pflanze wachsen
(einhäusig) oder wie bei z. B bei der Fichte und der Kiefer auf
verschiedenen Pflanzen (zweihäusig). Der Pollen wird nicht in Antheren (Staubgefäßen), sondern in getrennten männlichen Zapfen
gebildet. Zur Bestäubung sind
Koniferen auf den Wind angewiesen, der den in großer Zahl vorhandenen gelben
Pollen von den männlichen zu den weiblichen Zapfen trägt. |
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Jedes Pollenkorn trägt
zwei Luftsäcke zur besseren Verbreitung.
In den weiblichen Zapfen entwickeln sich die Flügelfrüchte- Wie die
übrigen Samenpflanzen vermehren sich auch die Koniferen mit Hilfe von
Samen, die aus Nährgewebe und einem Embryo bestehen, der sich zu einer
Pflanze entwickelt. |
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| Die Samen sind aber nicht von Karpellen (Fruchtblättern) umgeben, sondern
liegen frei in den Achseln der Schuppen weiblicher Zapfen. Nach der
Bestäubung vergrößern sich die Schuppen und verholzen meist.
Es entstehen die
bekannten Zapfen. Sie reifen erst im dritten Jahr. Bei Trockenheit
öffnen sich dann die Zapfen und
dann
können die geflügelten Samen mit dem Wind verbreitet werden. |
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Aber es gibt Ausnahmen.
So bildet der Wacholder fleischige Beerenzapfen und auch der Same der Eibe
ist von einem roten Fruchtmantel
umgeben.
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Zweig einer Kiefer |
Hier siehst du
einen Kieferzweig mit männlichen und weiblichen Blüten abgebildet.
Die Kiefer ist
einhäusig, d.h. auf einem Baum gibt es männliche und weibliche Blüten.
Die Blüten sind getrennt geschlechtlich. Rechts unten sind mehrere
männliche Blüten zu einem lockeren Verband zusammengefasst. An der
Unterseite der Staubblätter sitzen die Pollensäcke mit den Pollen. So
heißen die männlichen Geschlechtszellen. Der Pollen gelangt mit dem Wind
zu den weiblichen Blüten. An der Spitze des Zweiges siehst du zwei
weibliche Blüten in Zapfenform.
Die weiblichen Zapfen bestehen aus kleinen Samenschuppen mit Deckschuppen.
Frei auf der Unterseite liegen die weiblichen Samenanlagen, die man nur mit
Vergrößerung erkennen kann. Treffen die Pollen auf eine Samenanlage, dann
verschmelzen weibliche und männliche Geschlechtszellen zum Pflanzenembryo,
der im Samen liegt. |
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Arbeitmaterial entnommen aus
Aulis-Kopieratlas |
Unten ist solch ein reifer Flugsamen zu sehen, der zu einer neuen Kiefer
auskeimen kann.
An der Spitze des Zweiges sitzen diesjährige Blütenzapfen, darunter ist ein
weiblicher Zapfen vom Vorjahr und ganz unten links ist ein reifer Zapfen im
dritten Jahr! Bei Trockenheit öffnet sich der Zapfen und läst die Flugsamen
frei. |
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Faltblatt [42] Zapfen zum Herunterladen |
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Zapfenbastelei |
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Aus
Zapfen von Nadelgehölzen kannst du lustige Figuren basteln: Pferdchen
aus Fichtenzapfen, Eulen oder Schildkröten aus Kiefernzapfen, ein
Eichhörnchen mit einem Stück einer Flaschenbürste als Schwanz oder
Schafe mit Streichholzbeinen und einem Zapfen-Hirten mit Buchecker-Hut -
kurzum alles, was dir einfällt. |
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Einzelne Schuppen von Fichtenzapfen erhältst du, indem du die Zapfen
etwa 1/2 Stunde in lauwarmem Wasser einweichst. Dann nimmst du sie in
beide Hände und löst die Schuppen, indem du die Hände gegeneinander
drehst.
Kiefernschuppen lassen sich mit einer Flachzange ausdrehen. Beginne
dabei an der Spitze des Zapfens.
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Literatur:
-
Bäume und Sträucher Europas von Oleg Polunin, BLV 1977
-
Bäume und Sträucher, Godet-Gehölzführer, Arboris-Verlag 1987
-
Bäume und Sträucher von Gunther Steinbach, Mosaik München 2000
-
Das Buch vom deutschen Wald, Neumann 1935
-
Gärten zum Leben und Lernen, Februar 2000
- Bäume und
Sträucher des Waldes, Amann 1954
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