Der Walnussbaum

Allgemeines über den Nussbaum

Allgemeines über den Nussbaum

Botanischer Name: Juglans regia (Fam. Juglandaceae)

Seinen Ursprung hat der Walnussbaum in Mittelasien. Die Römer lernten ihn über die Griechen kennen und haben ihn in ihren Gärten eingeführt. Über Gallien gelangte dieser nach Deutschland, wo er dann Walchbaum, auch Welschbaum, genannt wurde. (Als „Walchen“ oder „Welschen“ wurden damals die Bewohner Galliens bezeichnet.). Im 18. Jahrhundert ist daraus der uns bekannte Name Walnussbaum entstanden. Verwildert findet man den Walnussbaum heute nur noch in Süd- und Südost-Europa. Da der Nussbaum ursprünglich aus einer wärmeren Region kommt, ist er sehr frostempfindlich und leidet daher bei strengen Wintern sehr stark.
Der Nussbaum wächst ziemlich schnell und beendet sein Höhenwachstum im Allgemeinen mit etwa 60-80 Jahren. Sein Höchstalter von 150-160 Jahren fällt damit auch nicht sehr hoch aus. Der Walnussbaum erreicht meist Höhen zwischen 15-20 m, er kann aber in Sonderfällen bis zu 30 m hoch werden. Der Stammdurchmesser liegt im Normalfall zwischen 60 und 80 cm.
Der Stamm ist kurz, in der Form zylindrisch manchmal mit starken Wurzelanläufen und Maserknollen und besitzt eine silbergraue Borke, die erst im späten Alter Risse und eine schwarzgraue Farbe bekommt.

Die Äste sind weit ausladend, die Krone locker. Die Zweige besitzen eine olivgrüne bis braune Färbung und ein grünbraunes, gefächertes Mark.

Die Blätter sind unpaarig gefiedert (fünf bis neun elliptische, kahle Fiederblättchen) können bis zu 30 cm lang werden. Sie strömen einen unverwechselbaren, herb- aromatischen Duft aus.
Der Nussbaum ist mit 20-30 Jahren mannbar. Seine männlichen Kätzchen (ca. sechs bis zehn cm lang) hängen an den Blattachsen der vorjährigen Zweige. Seine weiblichen Blüten, die im Mai erscheinen, sind sehr klein und empfindlich. Sie entspringen an den Spitzen der Zweige und besitzen eine rötliche Farbe.

Da der Duft des Nussbaumes Insekten abstößt, ermöglicht erst der Wind ihr Zusammenkommen. Aus den unscheinbaren weiblichen Blüten entstehen nach der Windbestäubung die einsamigen Steinfrüchte. Bei der Reife springt deren fasrige Fruchtlage auf und entlässt den Samen. Die Früchte, als Walnüsse bekannt, reifen zwischen September und Oktober. Sie sind ca. fünf cm groß, kugelförmig, und glattschalig.

Fb-44 Walnuss
Faltblatt zum Herunterladen

Wusstest du schon...
 

dass die Walnuss lange Zeit nicht als Nuss sondern als Steinfrucht eingeordnet wurde?!

 

Die Früchte dieses Baumes sind dir sicherlich bekannt. Sie sind etwa 4 - 5 cm groß, grün und kugelig rund. Entfernst du die glatte, saftige Schale, kommt die Walnuss, eine Steinfrucht,  zum Vorschein. Aber Vorsicht!: Diese grüne Schale enthält einen braunen Farbstoff, der Finger und Kleidung rasch verfärbt!  Knackst du die braune Schale der Frucht, gelangst du an das eigentlich Essbare - den Samenkern. Der Walnusskern ist zweiteilig und von einer feinen, weichen Haut umgeben, die ein bitteres Öl enthält.

Früchte bestehen aus:

1. einer äußeren Fruchtschale (Exocarp),
2. einer mittleren Fruchtschale ( Mesocarp) und
3. einer inneren Fruchtschale (Endocarp).
Darin liegt der Samen (5) in seiner Samenschale (4).

 

 

Neue Forschungsergebnisse sehen das ganz anders!

Vergleiche eine Walnuss mit einer Haselnuss!

Öffne vorsichtig eine Walnuss und zerteile sie. Fertige eine Zeichnung an. Dann versuche die feine Haut abzuziehen.
Das gelingt nur bei frischen Nüssen!

Die Walnuss ist eine Steinfrucht - Haselnüsse sind echte Nüsse.
Bei Nüssen sind die äußere, mittlere und innere Fruchtwand zu einer harten Schale verwachsen. Der Samenkern ist von einer Samenschale umgeben.
Bei der Walnuss gibt es eine fleischige äußere und mittlere Fruchtwand, nur die innere Fruchtwand bildet einen Steinkern, in dem der Samen mit seiner Samenschale liegt.


Finde andere Beispiele für echte Nüsse und Steinfrüchte!
Überprüfe, welche Nuss ihren Namen verdient und welche nicht!
Nenne weitere echte Nussfrüchte!

 

AB-SUZ  Ein Rezept für Walnusskekse
 

AB - "Echte Nüsse- Falsche Nüsse"