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Thema des Monats [01]:
Nisthilfen
für Meisen
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Kleingärten, Parks, auf Hinterhöfen und Plätzen gibt es auch in einer Stadt
genügend Nahrung und Lebensraum für die Meisen und andere Singvögel.
In unserer gepflegten und "ausgeräumten" Landschaft
fehlen jedoch häufig alte, ausgehöhlte Bäume, in denen Höhlenbrüter wie die
Kohlmeise, |
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die
Blaumeise und der Star ihre Nester bauen könnten.
Daher ist es sinnvoll, diesen Vogelarten zusätzliche Nisthilfen anzubieten.
Diese Nistkästen müssen artgerecht gebaut werden. |
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Dabei gibt es einige
Dinge zu beachten:
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Die Größe des Einflugloches muss für die jeweilige
Vogelart stimmen (siehe Tabelle)!
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Das Holz darf nicht
mit Holzschutzmitteln behandelt werden.
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Der Nistkasten muss an einem geschützten Ort
angebracht werden, möglichst so, dass schon morgens die Sonne auf den
Kasten fällt.
Ist der Nistkasten
fertig aufgehängt (das sollte rechtzeitig vor der Brutsaison, also im Januar
oder Februar geschehen) dann gilt es, das Brutgeschäft zu beobachten! |
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Im Herbst muss dann der Kasten
gesäubert werden um für das nächste Jahr wieder für die nächste Generation
unserer gefiederten Wintergäste fit zu sein. Mittlerweile fühlen die sich ja
hier so wohl, dass einige das ganze Jahr über in unserer Gegend bleiben und
beobachtet werden können!
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Kohlmeise
(Parus major L.)
Die Kohlmeise ist die größte
unserer einheimischen Meisenarten. Sie kommt sehr häufig in Parkanlagen,
Wäldern und Gärten vor.
Die Jungen der Kohlmeise sind Nesthocker. 15 - 22 Tage verbleiben sie im
Nest. Nach 20 bis 25 Tagen können sie gut selbständig fliegen.
Im Winter fliegt die Kohlmeise gerne an die Futterstellen, die der Mensch
ihnen anbietet.
Blaumeise (Parus caeruleus L.)
Sie ist etwas kleiner als die Kohlmeise und weist die typische blau-graue
Färbung auf. Die Kopfoberseite, die Flügelränder und die Schwanzfedern sind
hellblau gefärbt.
Sehr
viel seltener in der Stadt zu sehen:
Tannenmeise
(Parus ater L.)
Haubenmeise (Parus
cristatus L.)
Sumpfmeise
(Parus palustris L.) |
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| Wir
bauen einen Meisenkasten
Aus dem unten
angegebenen Material wird der Kasten zusammen gebaut. Die Bretter sind
jeweils 15 cm breit und ca. 2 cm dick. Da man 1,50 Meter lange Bretter im
Holzhandel nur schwer bekommt schneiden wir die Teile aus zwei Brettern von
80 bis 120 cm Länge aus! Ihr müsst euch gegenseitig mit dem Material
aushelfen und die Bauteile so anordnen, dass möglichst wenig Verschnitt
übrigbleibt!
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Der fertige Kasten soll dann so
aussehen:
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Wichtig!
Diese Größe des Flugloches entscheidet, welche Vogelart in den Nistkasten
einziehen wird!
Durchmesser:
2,8 cm:
Blaumeise
Haubenmeise
Sumpfmeise
Tannenmeise
3,2-3,4 cm:
Kohlmeise
Wendehals
Trauerschnäpper
Halsbandschnäpper
4,5 cm:
Gartenrotschwanz
Kleiber
4,5-5 cm:
Star
Sperlingskauz
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1. Nagele ein
Seitenteil (1) an die Rückseite (6)!
2. Nagele den Boden (5) an die Rückseite (6) und das
Seitenteil (1)!
3. Nagele das zweite Seitenteil (2) an Boden (5) und
Rückseite (6)!
4. Bohre mit einem Holzbohrer das Flugloch (7) in die
Vorderseite (3). Das Flugloch muss ungefähr 32 mm
groß sein! Du kannst das Loch mit vielen kleinen
Bohrlöchern bis zur gewünschten Größe aufbohren.
Mit einer Rundfeile bringst du es dann in die richtige
Form. Das Flugloch kannst du auch mit der Laubsäge
ausschneiden!
5. Nagele nun die Vorderseite (3) n! Pass auf, dass sie
nicht zu hoch steht! Das Dach liegt sonst nicht richtig
auf. Das passiert auch, wenn du die Oberkante der
Vorderseite (9) und die hintere Dachkante nicht
vorher mit einer Holzfeile abgeschrägt hast.
6. Schließlich wird das Dach (4) aufgesetzt! Dazu
brauchst du den Leder- oder Gummistreifen (8). Eine
Hälfte des Streifens wird auf das Dach genagelt. Die
andere Hälfte wird an die Rückseite genagelt! So
bleibt das Dach "beweglich" und der Kasten kann
geöffnet werden. Mit einem Haken kannst du das
Dach feststellen! An Stelle des Leder- oder
Gummistreifens kannst du auch Klavierband benutzen!
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Baumaterial:
Ungehobelte
Holzbretter oder Leimholzbretter
[Breite 15 cm] [Stärke ca. 2 cm]
Klavierband
Nägel
Schrauben
Werkzeuge:
Holzsäge (Fuchsschwanz)
grobe Holzfeile
Hammer
Holzbohrer/Akku-Bohrer
Winkel
Gliedermaßstab
Bleistift
Literatur:
SCHILL/SCHLÖTTKE 1983:
"Vögel näher
betrachtet",
Landesbildstelle
Berlin,
Colloqium Verlag |
Entdecke die Möglichkeiten!
In der Gartenarbeitsschule Wedding
(Scharnweberstr. 159) befindet sich eine Holzwerkstatt, in der Nisthilfen
gebaut werden können. Es gibt sechs Hobelbänke, so dass die Zahl der
gleichzeitig arbeitenden Schüler sinnvoller Weise auf 12 (bis max. 18)
begrenzt werden sollte. Die Werkzeuge für diese Schülerzahl sind vorhanden.
Die Materialkosten belaufen sich für einen Nistkasten auf ca. 3,50 €. Bitte
sprechen Sie die Materialfrage vorher mit uns ab! Sie können das notwendige
Baumaterial selber besorgen, oder wir können Ihnen bei einer kostengünstigen
Beschaffung behilflich sein. |
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Faltblatt[01]
Nisthilfen für Meisen
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