Thema des Monats

 
 

Der Kürbis

Geschichtliches:
In den letzten Jahren schwappt eine zweite Kürbiswelle von Amerika nach Europa, die erste liegt schon über 400 Jahre zurück. Damals brachten spanische Seeleute das Gewächs mit den dicken, gelben Früchten aus Mexiko mit nach Europa. Auf dem Speisezettel der Menschen steht der <Kürbis aber schon seid über 9000 Jahren. Neben Bohnen und Mais war er Grundnahrungsmittel der Indios im tropischen Amerika. Darauf weisen Samenfunde aus mexikanischen Höhlen hin. Außerdem dienten die Fruchtschalen als Trinkgefäße.

Botanisches:
Kürbisse bilden die Gattung mit etwa 25 Arten aus der Familie Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Der Gartenkürbis trägt den Namen Cucurbita pepo, die Zucchini wird wissenschaftlich als Cucurbita pepo var. giromontiina bezeichnet. Der Riesenkürbis heißt botanisch Cucurbita maxima, der Moschuskürbis Cucurbita moschata.
Es handelt sich um eine rankende Kletterpflanzen mit großen, getrennt geschlechtlichen , gelborangefarbenen Blüten. Die Blätter sind groß und handförmig gelappten , die Oberfläche ist rau und  behaarten. Die Triebe der Kürbispflanze sind als lange, in sich verdrehte Ranken ausgebildet.
Der schwerste Kürbis Europas des Jahre 2003 wiegt 444 Kilogramm und ist in Belgien gewachsen. So schwer ist dieser Kürbis sicher nicht, aber trotzdem eine beachtliche Beere!
Eine Beere (v. althochdt.: beri die Rote) ist eine aus einem Fruchtknoten hervorgegangene Schließfrucht. Die Fruchtwand (Perikarp) ist fleischig und enthält viele Samen.
Das sieht man, wenn man den Kürbis aufschneidet. Auffällig ist das faserige, gelbe Fruchtfleisch, das auch bei der Reife noch fleischig und saftig ist. Guckt man genauer hin, sieht man darin locker eingebettet viele Samen.

 

Rezept für eine Kürbis - Kartoffelsuppe

Zutaten Kochanleitung
750 g Kürbis
1 große Zwiebel
2 Karotten
3 EL Butter
0,25 l Weißwein
100 g Kürbiskerne
1 EL Olivenöl
0,5 l Brühe
2 EL Obstessig
1 Zitrone (Saft)
Pfeffersauce
Saure Sahne
gelber Curry
Salz, Pfeffer
Zucker, Muskat
Karotten, Kürbis und Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden. In Butter alles glasig anbraten. Mit Wein ablöschen und weich köcheln lassen. Kürbiskerne hacken und in Öl rösten. Suppe mit Brühe vermischen und pürieren. Mit Essig, Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. Saure Sahne unterrühren und vor dem servieren mit den Kürbiskernen bestreuen.

 

Halloween

"Die Nacht des großen Kürbis"

Halloween ist ein Brauch der von irischen Einwanderern 1840 nach Amerika eingeführt wurde. Am Abend des 31. Oktober, der Allerheiligen vorangeht wird Halloween mit Gruselverkleidungen und Parties begangen, Die Kinder ziehen in der Nachbarschaft herum und erbetteln Süßigkeiten.

Halloween geht auf alte keltische Bräuche zurück.
Samhain  war das wichtigste Fest der Kelten. .Samhain – man findet bisweilen auch die Schreibweise Samain – bedeutet „Ende des Sommers“. Mit Samhain begann der Winter und zugleich das keltische Jahr, das auf einem Mondkalender beruhte.
Samhain dauert vom 31. Oktober bis zum 2. November. Es wird die Entstehung der Welt gefeiert, als das Chaos in Ordnung überging. Diese Tage gehören weder zu dem einen, noch zu dem anderem Jahr.
Am Vorabend zu Samhain (30. Oktober) werden alle Feuer gelöscht. Dies offenbar als Zeichen dafür, dass das Jahr gestorben sei.

Seine Wiedergeburt begann, wenn die neuen Feuer entzündet wurden, An Samhain, das am Sonnenuntergang des 31. Oktobers beginnt, da die Kelten den Tag von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang rechnen, werden die Feuer wieder entzündet.

Das Samhain-Fest gehörte mit Imbolc (1. Februar), Beltaine («Feuer des Bel», 1. Mai) sowie Lugnasad («Fest des Lug», 1. August) zu den zentralen Festen der Kelten.

Die Samhain-Nacht ist nämlich auch die Nacht der Begegnung zwischen Lebenden und Toten. Die Sidh, die Hügel, in denen Götter und Helden wohnen, werden zugänglich, und die beiden Reiche durchdringen einander. Die Kelten glaubten, dass die Geister der Toten an diesem Abend ihre irdischen Wohnstätten wieder aufsuchten, um Wärme und Freundschaft zu suchen. Die Geister, die kein Heim hatten wandelten in der Nacht umher, erschreckten die Menschen und spielten ihnen Streiche.

Dies wurde wohl auch bildlich dargestellt. Man verkleidete sich als Gespenst mit Rübenkopf (Jack-o-the-lantern). Nachdem die Römer Britannien erobert hatten, bereicherten sie Halloween mit Elementen des römischen Erntefestes, das am 1. November zu Ehren von Pomona, der Göttin der Baumfrüchte, gefeiert wurde.

Im Zuge der frühchristlichen Kulturvermischung wurden wohl, wie in so vielen anderen Fällen auch, diese Bräuche ins mehrtägige Allerseelenfest eingebunden. Im 9. Jh. Wurde der 1. November schließlich von der Kirche zum Allerheiligentag erklärt.

Aus "All Hallows Evening" oder kurz "Hallows" E" en" wurde später HALLOWEEN.

Ihre Bräuche nahmen die Iren mit nach Amerika, wo aus der Rübenlaternen dann der geschnitzte  Kürbis wurde.

Gesundes 

Das Fruchtfleisch des Kürbis enthält wie alle anderen roten und gelben Gemüse reichlich Carotinoide. Durch seine Carotinoide liefert Kürbis reichlich Vitamin A, stärkt dadurch das Immunsystem und besitzt eine Krebs hemmende Eigenschaft. Außerdem werden Carotinoide zur Behandlung von Funktionsstörungen der Blase und der Harnwege eingesetzt.
Sein Fruchtfleisch enthält außerdem reichlich Wasser und Ballaststoffe und fördert damit die Verdauung.
Es ist reich an Kalium. Der Mineralstoff Kalium spielt eine entscheidende Rolle für den Wasserhaushalt im Körper. Kalium wirkt entwässernd und harntreibend.
Das Vitamin E im Kürbis stärkt das Immunsystem, die Zellwände und wirkt gegen freie Radikale. Dadurch kann er vor Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen.

Phytosterine gegen Prostataleiden
 Kürbisfleisch enthält auch Phytosterine, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden: Phytosterine zum Beispiel sollen Prostataleiden lindern und den Cholesterinspiegel senken. Bislang galten sekundäre Pflanzenstoffe als nutzlose Stoffe, deren Rolle nur darin bestand, Pflanzen ihre Farbe, ihren Geruch und Geschmack zu geben.

Kürbiskerne gegen Müdigkeit
 Die Samen des Kürbis enthalten eine enorme Menge an Nährstoffen: Phosphor, Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen, sehr viel Zink und Mangan, die für gute Laune sorgen und gegen Müdigkeit wirken. Der Kürbissamen ist kalorienreich: 100 Gramm enthalten gut 500 Kalorien.

Kürbislaterne
Ein leuchtender Kürbis ist eine prima Beleuchtung für Gruselpartys und Gespenstergeschichten. Du kannst ihn ganz einfach selbst basteln.

So geht’s:

Du brauchst:
  • 1 schönen Kürbis (du bekommst ihn jetzt beim Gemüsehändler oder auf dem Markt );
  • 1 Messer;
  • 1 - 3 Teelichte (je nach Kürbisgröße);
  • 1 schwarzen Filzstift.
Drehe den Kürbis und suche die Seite, die sich am besten für das Gesicht eignet,

Trenne mit dem Messer einen "Deckel" vom Kürbis ab;

Löse aus dem Innern das faserige Fruchtfleisch und die Kerne heraus;

Markiere mit dem Filzstift die Augen und den Mund;

Schneide von außen Augen und Mund mit dem Messer vorsichtig aus;

Setze die Teelichte auf den Kürbisboden und zünde sie an;

Faltblatt[11] Kürbis    zum Herunterladen