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Thema des Monats:
[43]
Kompost
Dieses Thema gibt es auch im "Gärtnerischen
Grundkurs" unter "Kompostierung im Schulgarten"!.
Klicken Sie auf folgendes Symbol:

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Der Kompost, dessen Name sich passenderweise vom lateinischen Wort „compositum“
für „das Zusammengesetzte“ ableitet, ist ein unverzichtbarer Bestandteil des
ökologischen Gartenbaus. |
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Im „Gärtnerischen
Grundkurs“ findet sich ein beschreibender Überblick über den
Kompostierungsvorgang und Abbildungen verschiedenartiger
Kompostierungsmöglichkeiten.
Im Rahmen der praktischen Schulgartenarbeit können die Schüler, wenn
Interesse besteht, nicht nur Kompostmaterial untersuchen, den Rottevorgang
beobachten und das Material verteilen, sondern auch selbst Komposthaufen
anlegen. |
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Denkbar ist ferner, dass
Spezialkomposte, also z.B. Mist-, spezielle Laub- oder Rindenkomposte
angelegt und hinsichtlich verschiedener Eigenschaften
(Temperaturentwicklung, typischer Organismenbesatz, Nährsalzgehalt, pH-Wert,
etc.) verglichen werden.
Schülergruppen, die nur einzelne Besuchstermine wahrnehmen können, stehen
vor dem Problem, dass Untersuchungen zum Rotteprozess wegen des
erforderlichen Beobachtungszeitraumes schwer zu verwirklichen sind. Hier
gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten bzw. alternative
Unterrichtsschwerpunkte:
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Abbauprozesse können
mit einfachen Mitteln experimentell dargestellt werden (vgl.
Arbeitsanleitungen)! |
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Anregungen zur Anlage
eines eigenen Schulkomposts können gewonnen werden.
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Die vorhandenen
unterschiedlich alten Komposte sind geeignet für o.g. vergleichende
Untersuchungen. |
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Aus der Untersuchung
und Bestimmung der vorkommenden Bodenlebewesen ergeben sich
Querverbindungen zu anderen Themen; Beispiel: Der Regenwurm. |
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Eine im Profilkurs
angelegte Kompostmiete kann auch im Ökologiekurs noch von Nutzen sein.
Neben der Untersuchung chemischer und physikalischer Parameter ist z.B.
der Zeigerwert von Bodenorganismen interessant.
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Aufgabe:
Erkläre folgende „goldene Kompostregeln“:
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Ein Komposthaufen darf nie auf Beton- oder
Steinpflaster stehen.
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Als
unterste Schicht wird grobes Material (Äste, dicke Staudenstängel etc.)
aufgeschichtet.
-
Darüber
geschichtetes Material sollte feiner sein.
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Ein neu
angelegter Kompost erhält immer etwas Material von seinem „Vorgänger“.
-
Ein
Komposthaufen darf nie austrocknen; Staunässe ist aber auch zu vermeiden!
-
Der Haufen sollte
nicht direkt in der Sonne stehen.
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Lösungen:
Zu 1:
Verbindung zum Boden ist für Zuwanderung der Bodenorganismen erforderlich;
zu 2: Destruenten und Reduzenten benötigen ausreichende O2-Zufuhr
für ihre Atmung, Staunässe wird vermieden; zu 3: feineres Material hat
eine größere angreifbare Oberfläche; zu 4: Zufuhr von Abbauorganismen;
„Beimpfen“ des Komposts; zu 5: Leben vieler Bodenorganismen ist Feuchte
abhängig (Beispiele: Asseln, Schnecken, Regenwürmer; zu 6: vgl. 5;
Austrocknungsgefahr, Überhitzung.
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Was darf in den Kompost?
Zwei Versuche
zum Abbau verschiedener Materialien |
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Variante I:
Man benötigt:
Blumentöpfe, Komposterde, Wasser, verschiedenartige Versuchsmaterialien
In mehrere
Blumentöpfe (ca.
15
cm
Durchmesser) wird zur Hälfte gesiebte Komposterde gefüllt. Darauf werden
verschiedene Materialien gelegt: z.B. Stückchen von Verbandmull, Pflaster
mit Plastik- oder Baumwollaußenseite, Trinkhalme aus Stroh oder Kunststoff,
ein Stück beschriebenes Papier.
Die gleichen Materialien werden zum späteren Vergleich an eine Pinnwand
geheftet oder anderweitig aufgehoben.
Die Gegenstände im Blumentopf werden anschließend mit weiterer Komposterde
bedeckt. Die Erde wird gleichmäßig feucht gehalten.
Nach einer Woche werden die Töpfe geleert und die Testgegenstände
begutachtet. Dies sollte mehrere Wochen wiederholt werden: Welche
Materialien verändern sich, welche sehen aus wie am Anfang? |
Variante II:
Man benötigt:
- je 2 Streifen von ca. 0,5 x
2
cm der
verschiedensten Materialien, z.B. Baumwolle, Verbandmull, Leinen, Jute,
Hanf, Seide, Wolle, Papier, Zellophan, Nylon, Perlon, Plastiktüte
(Polyethylenfolie);
- Petrischalen;
- gesiebten Kompost
(Maschengröße ca.
2
mm;
Küchensieb geeignet);
- Tropfpipetten, Pinzetten,
Wasser;
- Lupen.
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Durchführung:
Die Petrischalen werden mit einer den Boden bedeckenden Schicht Kompost
befüllt. Der Kompost wird so lange mit Wasser beträufelt, bis seine
Oberfläche zu glänzen beginnt, so dass die aufzulegenden Probestreifen
gerade voll benetzt werden. Dann werden Probestreifen der Testmaterialien
vorsichtig kreuzweise aufgelegt und die Petrischalen abgedeckt.
Zweimal wöchentlich wird der Zustand der Teststreifen mit der Lupe
beobachtet und protokolliert. Verdunstetes Wasser wird ergänzt. Die Ansätze
können arbeitsteilig in Gruppen hergestellt werden.
Quellen: UB 159, 1990, S. 43 ff
UB 177, 1992, S. 17 – jeweils leicht verändert. |
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Aufgabe:
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Wodurch verrotten
Naturmaterialien? |
Man benötigt folgendes Material:
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Faltblatt[43] Kompost zum Herunterladen |
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(Auswertung:
Verrottung findet nur auf unsterilem Kompost, d.h. in Gegenwart von
Organismen statt. Die am Abbau beteiligten Bodentiere können mit der Lupe
beobachtet werden. Von den Mikroorganismen sind lediglich die Schimmelpilze makroskopisch erkennbar. Anhand der Schleimbildung und Verflüssigung lässt
sich allerdings auf die Gegenwart von Bakterien schließen.)
Quelle: UB 159, 1990, S.45 –
leicht verändert.
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Tipps
für den Besuch in der Gartenarbeitsschule:
Ausgangspunkt der
thematischen Arbeit kann z.B. ein Besuch des Kompostplatzes auf dem
Schulgartengelände sein. Fragen, die sich hier bereits stellen, sind z.B.:
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Was ist Kompost und was
passiert eigentlich im Komposthaufen?
-
Was ist nötig für eine
optimale Kompostierung und wie verläuft diese?
-
Wann, wofür und auf
welche Weise wird das Material verwendet?
Da vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten - je
nach Klassenstufe und Unterrichtszielen – zur Verfügung stehen, ist
besonders die Materialfrage unbedingt abzusprechen. Petrischalen oder
Behälter für die Mitnahme von Kompostmaterial müssen mitgebracht werden.
Entdecke
die Möglichkeiten!
Der große Kompostplatz mit Kompostmieten auf dem Gelände der
Gartenarbeitsschule Wedding, wird von den Gartenarbeitsgruppen ständig
genutzt. Diese haben teilweise auch an ihren Beeten Kompostbehälter
aufgestellt. Der Rottevorgang kann daher in unterschiedlichen Stadien
untersucht werden.
Für die Sammlung und Bestimmung von Organismen im Kompost, stehen eine
Berleseapparatur und Bestimmungsbücher zur Verfügung. Lupen und Mikroskope
sind vorhanden. Materialien zur Untersuchung von Bodeneigenschaften können
auf Anfrage bereit gestellt werden.
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Links
und Literatur
http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos/projekte/pe/kom-postmedien/leitfaden.htm
http://www.biozac.de/biozac/biogart/kompost.htm#Nach%20einer
http://www.pillewurm.de/links/
-
Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten (aid) e.V.: Kompost im Garten, 1997
-
Brucker, G., Kalusche, D.: Boden und Umwelt. Bodenökologisches Praktikum;
Heidelberg, Wiesbaden 1990
-
Eichenberger, R., Henggeler, S. u.a. : Das Jahr im biologischen Gartenbau,
Stuttgart 1983
-
Klautke, S., Köhler, K.: Umwelterziehung – ein didaktisches Konzept und
seine Konkretisierung, in: UB 164, 1991, S. 48 ff
-
Köhler, K., Gruber, W., Klautke, S.: Biologische Abbaubarkeit von
Materialien, in: UB 159, 1990, S. 43 ff
-
Köhler, K., Buryn, R., Klautke, S.: Bodenmilben als Bioindikatoren, in: UB
196, 1994, S. 41 ff
-
Köhler, K.: Stoffkreisläufe exemplarisch: Kompostierung von Biomüll, in:
UB 199, 1994, S. 52 ff
-
Kreuter, M.-L.: Der Biogarten, München, Wien, Zürich, 1988
-
Niemeyer-Lüllwitz, A.: Arbeitsbuch Naturgarten, Ravensburg 1989
-
Noack, W.: Mit der Zeit umgehen, in: UB 177, 1992, S. 14 ff
-
Peukert, D.-E.: Methoden des Tomatenanbaus – ein Vergleich, in: UB 138,
1988, S.
38 ff
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