Thema des Monats

 

 

Der Klatschmohn -
Papaver rhoeas

Der Klatschmohn blüht im Juni bis Juli an Wegrändern und in Getreidefelder. Dort blüht er zusammen mit den blauen Kornblumen und weißen Margariten und auch der Kamille.

Wie der Klatschmohn zu seinem Namen kam

Der Klatschmohn wurde früher von Kindern gerne zum Spielen benutzt. So lassen sich die feinen Kronblätter der Blüte  mit Daumen und Zeigefinger luftdicht zusammenquetschen.
Wird der kleine Ballon jetzt schnell gegen die andere Hand oder Stirn geschlagen, zerplatzt er mit einem Knall oder Klatscher, deshalb Klatschmohn.


Der botanische Name Rhoeas ist  von dem griechischen Wort fließen abgeleitet.  Aus einer verletzten Pflanze fließt der weiße Milchsaft, der sich an der Luft zu einer klebrigen, braunen Masse verdickt.

 

Der Klatschmohn hat eine fast Bleistift dicke Pfahlwurzel, aus der der ein feiner, verästelter Stängel treibt. Die Blätter stehen wechselständig. Sie sind schmal und lang und tief fiederspaltig. Sie sind ebenso wie Knospen und Stängel dicht behaart.
Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch, verzweigt sich und bildet immer wieder neue Knospen.

Blütendiagramm

  • 2 Kelchblätter

  • 4 Kronblätter

  • viele Staubblätter

  • Fruchtknoten oberständig und verwachsen

 

Die beiden Kelchblätter fallen früh ab.
Die 4 Kronblätter halten  nach dem Aufgehen auch nur kurz.

 

Die zahlreichen Staubblätter stehen auf dem Blütenboden.
Die Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen, der oberständig ist. Man erkennt von außen die Längsrippen der Fruchtblätter. Der Fruchtknoten ist mit einer scheibenförmigen Narbe bedeckt, die meist 7 bis 9 strahlig ist, aber bis zu 15 Strahlen haben kann.


Die Frucht ist eine Kapsel, die nicht bis zur Mitte gehende Scheidewände hat. In den einzelnen Fächern liegt der schwarze, sehr feinkörnige Samen.
Reift die Kapsel, entstehen unter der Narbe viele Poren. Bei Trockenheit werden die Samen ausgestreut.