Thema des Monats
Bau und Funktion von Blütenpflanzen

 

Von der Blüte zur Frucht

Zuerst muss die Blüte bestäubt und befruchtet sein, erst dann entwickelt sich aus der Blüte eine Frucht.


Beim Apfel sieht das so aus:


Staubblätter (2) und Blütenblätter (3)fallen ab.

Stempel (1) und Kelchblätter (4)verkümmern zum Blütenrest A.

Aus dem Fruchtknoten (5) entsteht das Kerngehäuse B.
Darin liegen die Samen C, die aus der Samenanlage (6) entstanden sind.

Der Blütenboden (7) wird zum Fruchtfleisch E

und die Blütenachse wird zum Stiel F.

 

AB - Von der Blüte zur Frucht

Was sind Samen und was Früchte?

Samenpflanzen (Spermatophyten) bilden die am höchsten entwickelte Abteilung des Pflanzenreichs.
Bei den Nadelhölzern, die zu den Nacktsamern (Gymnospermen) gehören, entwickeln sich die Samen frei auf den Karpellen. Sie bilden Zapfen mit Flugsamen.

Als Samen bezeichnet man einen Pflanzenembryo mit Nährgewebe, der von einer Samenschale schützend umhüllt wird. Er befindet sich in einem Ruhezustand, der gegen Kälte und Trockenheit relativ unempfindlich ist
und so verbreitet werden kann.

Die Blütenpflanzen gehören zu den Bedecktsamern (Angiospermen). Sie bilden Früchte.
 

Früchte sind Blütenteile und eventuell auch Sprossteile, die den Samen umschließen und bei Reife verbreiten helfen.


Bei ihnen ist der Samen in einem Fruchtknoten eingeschlossen. Fruchtknoten und Samen bilden oft eine Einheit und entwickeln sich zur Frucht.

Nach der Befruchtung vertrocknen Blütenblätter und Staubblätter. Der Fruchtknoten vergrößert sich stark, die Narben vertrocknen und der Griffel degeneriert und fällt in der Regel ab.

Im Fruchtknoten reift der Samen heran. Er besteht aus dem Pflanzenembryo und dem triploiden Nährgewebe. Beides wird von der Samenschale fest umschlossen.


Das Fruchtknotengewebe differenziert sich und die Fruchtwand (Perikarp) gliedert sich in drei Schichten:

- Exokarp bzw dünnhäutiges Epicarp,

- Mesokarp

- Endokarp.

Diese können im Verlauf der Fruchtbildung häutig oder ledrig werden, saftiges Fruchtfleisch bilden oder verholzen, sklerotisch werden. Es kommt unter Einbeziehung des Fruchtknotens und gegebenenfalls auch weiterer Blütenteile zur Fruchtbildung.

 

AB-Fruchtbildung

Bei der Kirsche sind Exo- und Mesocarp  des Fruchtknotens zum saftigen Fruchtfleisch geworden, das Endocarp bildet den Steinkern, der den Samen einschließt.

Daneben können auch andere Teile der Blüte zur Fruchtbildung beitragen.

Diese Veränderungen dienen zum Schutz der Samen und auch zu ihrer Ausbreitung. So können sie Widerhaken, klebrige Stoffe, Flug- oder Schwimmeinrichtungen bilden oder ihr Fruchtfleisch ist so wohlschmeckend, dass es von Tieren gefressen wird und die Samen so weiter verbreitet werden.

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