Amphibien in unserem Teich

 
 

 

Im Frühjahr kann man sehr gut die Entwicklung der Amphibien in unserem Schulgartenteich beobachten. Es befinden sich viele Kaulquappen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien darin. Sie lassen sich leicht mit geeigneten Behältern fangen und unter Deckellupen beobachten. Alles, was man dazu benötigt, finden Sie in der Gartenarbeitsschule.
Melden Sie sich kurz
telefonisch an und erfragen Sie, ob einer der beiden Klassenräume zur Verfügung steht.

So sehen die Amphibien im Glasbehälter aus. Deutlich kann man die Molche von den Froschquappen unterscheiden.
Sie lassen sich direkt vor Ort beobachten und zeichnen und werden danach in den Teich zurück gesetzt.
Unsere kleinen Naturforscher haben die Entwicklung im letzten Jahr dokumentiert.
   

  Arbeitsmaterial zur Krötenentwicklung     zum Herunterladen

Entwicklung vom Laich zum  Grasfrosch

Das Weibchen legt zwischen zwei- und viertausend  Eier in einem Laichballen. Alle Eier sind durch eine Gallerthülle geschützt. Die Temperatur bestimmt das Tempo der Entwicklung. Bald beginnen die Kaulquappen zu wachsen und in der Hülle sind bereits die Schwänze zu erkennen. Etwa nach 10 Tagen ist die nahrhafte Gallertmasse aufgefressen, die Kaulquappen schlüpfen aus und ernähren sich von Algen. Während der nächsten 12 -14 Wochen wachsen erst die Hinterbeine, dann die Vorderbeine, die Außenkiemen entwickeln sich zurück und zum Schluss verschwindet auch noch der Schwanz. Die Jungfrösche können im Juni das Wasser verlassen und atmen dann mit Lungen, aber auch mit der feuchten Haut.
Die erwachsenen Frösche ernähren sich von kleinen Insekten, Schnecken, Tausendfüßlern und Würmern.


Abb. aus Harry Garms, Lebendige Welt 1958

Die  Kleinen Naturforscher haben die Entwicklung der Amphibien beobachtet und fotografiert!

 

Entwicklungszyklus des Kammmolches (Triturus cristalus)

Bei Frühlingsbeginn kehrt der Kammmolch zu seinem Laichgewässer zurück. Jetzt wächst dem Männchen auch der typische Rückenkamm, nach dem er benannt ist. Er ist bei der Werbung von Bedeutung. Ist ein Weibchen gefunden, legt das Männchen eine Samenkapsel (Spermatophore) an der Wasseroberfläche ab. Das Weibchen muss dann darüber schwimmen und die Samenkapsel mit einer speziellen Körperöffnung aufnehmen. Damit werden dann im Körper die Eier befruchtet. Das Weibchen legt bis zu 300 Eier (1) und hüllt jedes einzeln in das Blatt einer Wasserpflanze (2).

Nach ca. 3 Wochen schlüpfen die beinlosen Kaulquappen (3). Zur Atmung besitzen sie Außenkiemen. Allmählich wachsen erst die Vorder- und dann die Hinterbeine (4). Am Ende der Entwicklung sind die Kiemen vollständig verschwunden. Schließlich sind die Kiemen ganz verschwunden (5). Das Weibchen wird bis zu 18 cm groß (6), das Männchen mit dem typischen Rückenkamm nur bis zu 14 cm (7). Mit 3 - 4 Jahren werden sie geschlechtsreif. Sie können bis zu 10 Jahre alt werden.


Abb. verändert aus :Abenteuer Natur Meister Verlag, München

Schmuckblatt der Nobelpreis-Urkunde für Hans Spemann (1935) mit Zeichnungen der Männchen von Alpenmolch, Teichmolch und Kammmolch.

Lebensweise des Kammmolches

Der Kammmolch gehört zur Ordnung der Schwanzlurche und der Familie der Salamander. Er ist die größte europäische Molchart.  In Mitteleuropa gibt es außerdem noch den Teichmolch, den Bergmolch und den Fadenmolch. Da er wie alle Amphibien eine empfindliche Haut hat, die nicht austrocknen darf, versteckt er sich an Land tagsüber unter Steinen oder umgefallenen Baumstämmen. Nachts geht er auf die Jagd und frisst Insekten, Nacktschnecken und Würmer. Im Wasser ergänzt er seine Nahrung mit kleinen Krebstierchen, Froschlaich und auch Kaulquappen. Im Herbst suchen sie sich ein Versteck und verfallen bei sinkender Temperatur in die Winterstarre.
Der Feuersalamander  

Es gibt sehr viele informative Links über Amphibien, hier eine kleine Auswahl:

http://www.kaulquappe.de/

http://www.amphibienschutz.de/

http://www.amphibien-net.de/

 

Die  Kleinen Naturforscher haben die Entwicklung der Amphibien beobachtet!