Getreide - Unser täglich Brot gib uns heute

 

Inhaltsstoffe des Getreidekorns

  Getreideschale - Mehlkörper -  Keimling

 Bestandteile des Getreidekorns

 Mehlsorten

  Waffeltest

Getreideschale - Mehlkörper -  Keimling

Die Getreideschale unterteilt sich in Frucht- und Samenschale. Sie umhüllt die sich im Samen befindende Pflanzenanlage und schützt dadurch die Nährstoffe vor äußeren Einwirkungen. Beim Mahlen wird die Schale vom Mehlkörper getrennt; sie kommt als Kleie in den Handel. Der Mehlkörper besteht zu 65 bis 70 Prozent aus Stärke und aus einer Eiweiß-Substanz (Gluten oder Kleber genannt), die zwischen den einzelnen Stärkekörnchen lose verteilt ist. Der Kleber hat die Aufgabe, bei der Teigherstellung Mehl und Wasser zu binden. 


Quelle: TKK-Ernährung

Aus dem Keimling, dem wichtigsten Bestandteil für die Fortpflanzung der Frucht, entwickelt sich die junge Getreidepflanze. Der Keimling wird bei der Reinigung des Getreides in der Müllerei meist ausgeschieden, da er viel Fett/Öl enthält und deshalb ranzig werden könnte. Getreidekeimlinge werden in Reformhäusern verkauft, denn sie gelten dank ihrem Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Eiweiß und Fett als sehr gesund.

 

 Bestandteile des Getreidekorns

Getreide  Kohlenhydrate(%)  Eiweiß (%)  biologische Wertigkeit des Eiweiß

Fett (%) 

Hirse  68,8  9,8  73,2 3,9

Weizen 

61,0  11,7  64,0  2,0
Roggen 60,7 8,8 75,8 1,7
Hafer 59,7 11,7 64,9 7,1
Gerste 64,3 9,8   2,1
Reis 73,4 7,2 72,9 2,2
Mais 64,7 8,5 59,4 3,8

Mehlsorten:

  • Die Type 405 ist das klassische Haushalts- bzw. Kuchenmehl mit guten  Backeigenschaften und hohem Bindevermögen.

  • Die Type 550 ist backstark. Beim Bäcker für helle Brotsorten, Brötchen und Kleingebäck mit viel goldbrauner Kruste, im Haushalt für gut aufgehende, besonders feinporig lockere Teige und somit als Vielzweckmehl verwendbar.

  • Die Type 1050 wirkt dunkler. Aus dieser "mittleren Mehltype" werden Mischbrotteige geknetet, daheim sind sie erste Wahl fürs herzhafte Backen.

  • Speziell für Profizwecke gibt es die Typen 812 und 1600 (für helle bzw. dunkle Mischbrote) und Backschrot 1700 (ohne Keimling).

  • Vollkornmehl wird mehlfein vermahlen, enthält aber sämtliche Bestandteile des vollen Korns. Damit lassen sich Vollkorngebäcke mit relativ lockerer Krume herstellen.

  • Vollkornschrot ist grob zerkleinert. Die Bäcker nehmen es für Weizenvollkornbrot (z. B. Grahambrot). Interessant wird es auch mit einer "Handvoll Schrot" in hellen Mehlen - kernig im Biss.

  • Weizengrieß dient als Nährmittel, z. B. für Grießpudding oder für Teigwaren.

  • Für Dinkelbäcker gibt es die Typen 630, 812,1050 und für Teigwaren die Hartweizen-Mehltype 1600 sowie Grieß.

Gluten:

  • Das Gluten ist ein Klebereiweiß, dass für die Backfähigkeit des Mehls entscheidend ist. Durch den Cysteingehalt dieses Proteins entsteht die klebrige und elastische Beschaffenheit des Glutens.

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AB- Waffeltest  

AB- Das Weizenkorn - eine Grasfrucht