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Botanik
Der Saathafer (Avena
sativa) gehört zur Familie Gramineae. Zur Gattung Avena gehören
über 30 weitere Arten, so z.B. der Flughafer (Avena Fatua).
Hafer ist die einzige Getreideart, bei der die Körner nicht dicht an
dicht in einer Ähre, sondern locker an kleinen Stielchen in einer Rispe
wachsen.
Am häufigsten
wird der Saathafer kultiviert.
Der Wind- oder Flughafer dagegen ist ein in Kulturen schwer
auszurottendes Wildkraut. Aus ihm sind die Kulturformen des Hafers
gezüchtet worden. Der Hafer ist als Unkraut wahrscheinlich zusammen mit
der Gerste aus Vorderasien nach Mitteleuropa gelangt. Die Kultivierung
erfolgte in der Bronzezeit ab 2000 v. Chr. durch Germanen und Kelten.
Typisch für Hafer
ist, dass er in kühl, gemäßigten Zonen wächst und regelmäßig Wasser
benötigt. Hafer wird bei uns zu Beginn des Frühjahrs ausgesät und im
Hoch- oder Spätsommer geerntet. In Südeuropa wird Hafer gelegentlich
auch im Herbst als Winterhafer ausgesät.
Nutzung für
den Menschen
Hafer wird als
Vieh- und Pferdefutter angebaut. Die grünen Pflanzen werden auch zum
Heumachen genutzt, zur Herstellung von Silage und als Weidepflanzen.
Haferstroh ist eine hervorragende Streu für das Vieh.
Als Getreide dient es auch der Ernährung des Menschen. |