Die Blüten des Roggen sind zu
einem Blütenstand zusammengefasst und bilden eine Ähre. Die Achse der
Ähre bildet die Spindel, Auf ihren treppenartigen Absätzen
sitzen mehrere Blüten in einer Gruppe zusammen. Solch eine Gruppe
wird als Ährchen bezeichnet.
Auf dem Photo links sind die Staubbeutel, die an langen Fäden hängen ,
gut zu erkennen.
Aufgabe : Löse mit der Pinzette vorsichtig ein Ährchen ab und lege es
unter die Lupe!
Jetzt erkennt man den Aufbau der Ährchen.
An einem winzigen Stiel sitzen zwischen den Hüllspelzen zwei
vollständige Blüten und dazwischen eine dritte verkümmerte Blüte.
Die fruchtbaren Blüten sind von den äußeren Deckspelzen und den
inneren Vorspelzen umgeben. Die äußere Spelze ist zu einer langen,
stacheligen Granne verlängert.
Eine Einzelblüte besteht aus 3 Staubblättern,
einem Fruchtknoten mit zwei großen, federförmigen Narben und zwei
farblosen Schüppchen. Sie dienen an einem sonnigen Tag im Juni als
Schwellkörper und bringen die Blüte zum Öffnen. |

Quelle:
http://www.roggenbrot.ch/roggenbrot/brot7.htm |
Die Spelzen werden nach außen gedrückt, die
Staubfäden strecken sich, so dass sie aus der Blüte heraushängen. Dann
öffnen sich die Staubbeutelfächer und die Pollen können herausrieseln.
Sie werden vom Wind zur Bestäubung anderer Blüten weiter getragen. Hier
dienen die federförmigen Narben als gute "Staubfänger".
- S - Schüppchen
- St- Staubblätter
- N - fedrige Narbe
- F - Fruchtknoten
WeitereAbb. aus Ewald, Wenzel-
Pflanzenkunde ,bsv 1983 |

Abbildung aus Schmeil, Pflanzenkunde
1969 |