Kresse

 

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine Kulturpflanze und gehört genau wie unser Radieschen zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie stammt aus dem vorderen Asien und wurde schon im alten Ägypten genutzt, wie man aus Funden in Pharaonengräbern weiß.

Aussaat und Keimung von Kresse

Lege dein eigenes Kressebeet an!
Material

·         Plastikschale oder Petrischale

·         Kressesamen

·         Küchenkrepp

·         Wasser

Gartenkresse kannst du selber ganz schnell auf der Fensterbank ziehen.
Sie keimt auf feuchtem Küchenpapier, das du in eine kleine Plastikschale einer Gemüseverpackung oder einen Teller legen kannst.
Feuchte das Küchenkrepp an und lege die Schale doppelt damit aus.
Lass deine Gartenkressesamen einige Zeit in Wasser vorquellen und verteile sie dann gleichmäßig auf dem Küchenkrepp.
Wichtig ist, dass die schale immer feucht bleibt, aber nicht in Wasser schwimmt.

Kressekeimling
 
mit 3zählig gefingerten Keimblättern

Jetzt kannst du jeden Tag deiner Kresse beim Wachsen zusehen.
Am 7. Tag kannst du sie ernten, indem du sie mit der Schere abschneidet.

Kressebrote
Die frischen Kressekeimlinge kannst du auf ein leckeres Butterbrot oder Frischkäsebrot streuen oder auf den Frühstücksquark.
Du kannst die gehackten Blätter auch auf Gemüsesuppen oder Eierspeisen streuen.
Das ist lecker und gesund. - Warum, das kannst du unten nachlesen.
 

AB- Kressekeimling

Normaler Kreuzblütlerkeimling

 

AB- Kresse- Keimungsversuch
Unter diesen Links kannst du sehen, wie die Kresse wächst:
www.wdr.de/tv/wissen-macht-ah/archiv/experiment/kresseexperiment.phtml

http://www.heilkraeuter.de/keime-sprossen/kresse.htm

http://sprossen-selbstgemacht.de/anbau-methoden/gruenkraut-schale.htm

Ein gemaltes Kressetagebuch


aus : http://www.naturtagebuch-nrw.de/img/kresse-druck.jpg

 

Senfölglykoside

Neben den Nährstoffen, wie Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten viele Pflanzen auch Vitamine und Mineralstoffe, die wir für unseren Körper brauchen.
Interessant sind die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe (SPS), die gar nicht so zweitrangig sind, wie ihr Name sagt.
Sie schützen nicht nur die Pflanzen vor Schäden und Insektenfraß, sondern sie wirken auch in unserem Zellstoffwechsel positiv.

So können sie Krebserkrankungen vorbeugen oder auch Infektionen
Diese Vorgänge sind chemisch und physiologisch so kompliziert, dass Wissenschaftler sie erst in den letzten Jahren immer genauer erforschen.
Trotzdem ist die Wirkung vieler Pflanzen in der Küche und Naturheilkunde aufgrund Jahrhunderte alter Erfahrung bekannt.

Gartenkresse schmeckt roh beißend scharf, der Geschmack ist ähnlich wie beim Radieschen, Rettichen und Senf, welcher der Stoffgruppe, die in diesen Pflanzen enthalten ist, den Namen gegeben hat, nämlich Senfölglykoside liegt.