Welche Pflanzenteile essen wir? - Speicherorgane
Beobachtungen im Garten

 

Von Rüben und Knollen

Wenn die Samen ausgekeimt sind und sich zu Wurzel, Sprossachse und Keimblättern entwickelt haben, folgt dem Längenwachstum  ein sekundäres Dickenwachstum. Dieses Dickenwachstum kann unterschiedliche Pflanzenteile betreffen. So bilden sich bei einigen Gemüsearten Speicherorgane in Form von Knollen und Rüben, die wir dann als Gemüse essen.
Die Mohrrübe entsteht aus dem Hypokotyl und der verdickten Hauptwurzel. Die Kohlrabi ist eine Verdickung des Oberen Sprossteils und des Hypokotyls.


Mohrrübenwurzel


Kohlrabiknolle
 

 
 

Rüben - an der Bildung von Rüben sind 2 Organe beteiligt.

 

A - Bei der Zuckerrübe ist die Wurzel stark verdickt und das Hypokotyl nur gering an der Speicherbildung beteiligt, -> Wurzelrübe.

B- Bei der Futterrübe ist das Hypokotyl stark ausgeprägt, aber die Wurzel hat nur einen geringen Anteil, auch das ist eine Wurzelrübe.

C - Bei der Roten Rübe ist der Anteil so gering, dass sie botanisch  eigentlich eine Hypokotylknolle wie das Radieschen ist!

 

Knollen - bei Knollen ist nur ein Organ verdickt und bildet das Speicherorgan.


A - So verdickt sich beim Radieschen ein Teil der Sprossachse zwischen  der Wurzel und den Keimblättern. Dieser Bereich heißt botanisch Hypokotyl
(hypo = unterhalb, Kotyledonen = Keimblätter) . Darüber wachsen die grünen Blätter und später treibt der Spross mit den Blüten in die Höhe.
Wir essen vom Radieschen also eine Sprossknolle genauer eine Hypokotylknolle.

B - Der Sellerie ist eine Sprosswurzelrübe. Hier verdickt sich ein Teil der Wurzel, das darüber sitzende Hypokotyl und der Sprossteil mit den ersten   Blättern.

C - Der Kohlrabi steht oberhalb des Bodens. Hier ist nur der Spross verdickt. Er ist eine Sprossknolle.

AB- Sprossknollen

 

LINKS
Die Uni-Kassel hat zum Radieschen viele Bilder und wissenschaftliche Hintergrundinformationen ins Netz gestellt:
http://www.wiz.uni-kassel.de/noeding/kltrpfad/kulturen/gem/j/gem_j_01.php