Thema
des Monats [04]: |
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Einige
Informationen zur Herkunft und Kulturgeschichte des Apfels
Der
Apfel - ein ganz besonderes Früchtchen
Die
Apfel - und Apfelsaft - Hitparade
- Apfelsaft
- Apfelsorten
Leckeres
rund um den Apfel
Links
und Literatur |
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"An
apple a day keeps the doctor away"
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sagt ein englisches Sprichwort. Nun, wenn der Doktor auch nicht arbeitslos
wird, so steckt in dieser Aussage doch mehr als nur ein Körnchen
Wahrheit. Bei nur etwa 225 kJ oder 54 kcal auf 100 g, stecken in der
gesunden Frucht verschwindend wenig Eiweiß und Fett, dafür aber mehr als
20 Mineralstoffe und Spurenelemente und mehr als 300 weiterer pflanzlicher
Stoffe, wie Fruchtzucker, Vitamine und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe,
z.B. Pektin und Flavonoide.
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Fruchtzucker
ist leicht verdaulich und sorgt für einen ausgeglichenen
Blutzuckerspiegel.
"Das
Aroma eines Apfels wird stark geprägt durch das Zucker-Säure-Verhältnis.
Aber auch die Verträglichkeit und Eignung für bestimmte Zwecke hängen
vom Gehalt an diesen Inhaltsstoffen ab. Zu den säurereichsten Sorten zählt
'Boskoop' mit 11 %, am anderen Ende der Skala stehen 'Gala'
und 'Delbarestivale' mit 4 %. Stillende Mütter und säureempfindliche
Personen sollten also auf diese überaus milden Sorten ausweichen. Auch 'Gloster'
(5 %), 'Golden Delicious' (6 %), 'Idared' (6 %)
und 'Jonagold' (6 %) sind vergleichsweise säurearm. Für
Schnapsbrenner und Diabetiker ist vor allem der Zuckergehalt interessant:
Die von Diabetikern zu meidenden Sorten wie 'Boskoop' (15 %
Zucker), 'Fuji' (16%) und 'Rubinette' (16%) eignen sich
bestens zum Destillieren. Zuckerarme Sorten sind beispielsweise 'Idared'
(11%) und 'Delbarestivale' (11%). Wichtig ist, dass man nicht dem häufigen
Irrtum verfällt und davon ausgeht, saure Sorten seien zuckerarm. 'Boskoop'
ist das beste Beispiel. Dieser sauer schmeckende Apfel enthält soviel Säure,
dass der gleichfalls extrem hohe Zuckergehalt überlagert wird. "
Quelle: http://www.gartenfreunde.de/archiv/Apfel-2.html
Generell
gilt, dass die meisten Vitamine und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe -
etwa 70 % - unter der Schale sitzen. Von den Vitaminen sind die
Vitamine B1, B2, B3, B5 , B6 und E in nennenswerten Mengen vorhanden; den
größten Anteil aber bildet das Vitamin C mit 5 - 35 mg pro 100 g Apfel.
Der tatsächliche Anteil ist abhängig von der Apfelsorte und vom
Reifegrad der Frucht. Pektin ist ein lösliches Polysaccharid, also
ein komplexes Zuckermolekül, das die Fähigkeit hat in wässriger Lösung
ein Gel zu bilden, d.h. es quillt auf, wobei eine dreidimensionale
Netzstruktur entsteht. Da Pektin nicht verdaut wird, gehört es zu den
Ballaststoffen. Während die Quellfähigkeit des Pektins zu einem
längeren Sättigungsgefühl verhelfen kann, unterstützt es als
Ballaststoff den Verdauungsvorgang. Dabei ist es in der Lage
Stoffwechselendprodukte, Schadstoffe und z.B. Cholesterin einzulagern und
somit dem Körper zu entziehen. Bei Durchfallerkrankungen wirkt oft schon
ein geriebener Apfel Wunder. Das Pektin lagert nicht nur überschüssiges
Wasser ein; Spaltprodukte des Moleküls bewirken eine Wiederherstellung
des schwach sauren pH-Wertes, wodurch viele Erreger von
Durchfallerkrankungen im Wachstum gehemmt werden. Die mengenmäßig
am häufigsten auftretenden sekundären Pflanzenstoffe, sind die Flavonoide.
Der Name leitet sich ab vom lateinischen "flavus" = gelb; viele
Flavonoide sind in ihrer reinen Form gelb. Entsprechend kommen sie in
besonderen Konzentrationen in äußeren Blättern von Pflanzen oder wie
beim Apfel in der Schale einer Frucht vor. Sie besitzen ein hohes "antioxidatives
Potential", d.h. sie sind in der Lage, die in den Zellen durch
UV-Strahlung entstehenden sehr reaktiven Verbindungen (freie Radikale), in
unschädliche, abbaubare Verbindungen zu überführen. Somit bilden sie
für die Pflanze einen wichtigen Schutzmechanismus vor Umwelteinflüssen,
die das Erbgut schädigen könnten. Inzwischen wurde erkannt, dass eine
flavonoidreiche Ernährung sogar beim Menschen eine krankheitsvorbeugende
Wirkung hat und die antioxidative Wirkung der Vitamine C und E ergänzt;
man geht davon aus, dass Flavonoide im Dünndarm resorbiert werden. |
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| Wissenswertes
zur Herkunft und Kulturgeschichte des Apfels |
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http://www.weihenstephan.de/ob/deutsch/forschung/kap9_2.htm
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Der
Apfel - ein ganz besonderes Früchtchen |
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Äpfel und Birnen sind
Scheinfrüchte. Die eigentliche Frucht ist das "Kerngehäuse".
Dieses entspricht einer Sammelbalgfrucht. Bei Balgfrüchten wird der
Fruchtknoten von einem Fruchtblatt gebildet und springt bei Reife an der
Verwachsungsnaht auf. In jedem Apfel befinden sich fünf solcher
pergamentartiger Bälge. Das Fruchtfleisch des Apfels geht aus dem Gewebe
der Blütenachse hervor, in das der Fruchtknoten eingesenkt ist. Er ist
damit "unterständig".
Zur Bearbeitung der folgenden Aufgaben lassen sich auch kleine Zieräpfel
sehr gut verwenden.
Eine Schautafel zur Apfelblüte und -frucht, sowie ein Apfelblütenmodell
befinden sich im Schulraum der Gartenarbeitsschule. Die Zugehörigkeit des
Apfels zu den Rosengewächsen muss zur Bearbeitung der Aufgaben nicht
unbedingt thematisiert werden. |
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Aufgaben:
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Zeichne einen
Querschnitt und einen Längsschnitt durch den dir vorliegenden
Apfel.
Beschrifte deine Zeichnung.
-
Aus
welchen Blütenteilen entstehen die einzelnen Fruchtteile? Ordne
durch Linien zu!

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| Die
Apfel - und Apfelsaft - Hitparade |
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1.
Welcher
Apfelsaft soll's sein?
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Apfelsaft
ist einer der beliebtesten Durstlöscher. Wer annimmt, dass aus den
vermeintlich besonders wertvollen Plantagenäpfeln, wie wir sie aus dem
Supermarkt kennen, auch ein besonders guter Apfelsaft herzustellen ist,
irrt jedoch gewaltig. Während Plantagenäpfel sich wegen ihres zu
niedrigen Säuregehaltes kaum als Mostobst eignen, sind es ausgerechnet
die alten Apfel- und Birnensorten aus Streuobstwiesen, aus denen sich die
geschmacklich besten Säfte herstellen lassen.

Streuobstwiesen sind vor allem in Süddeutschland weit verbreitet. Obwohl
Streuobstwiesen jahrhundertealt sind, entstand der Begriff erst in den
50er Jahren am Bodensee. Er steht für Hochstammobstbäume (mittlere
Stammhöhe 1,80 m), die zerstreut in der Landschaft stehen.
Streuobstwiesen werden in zwei Etagen genutzt: der Ertrag der Bäume als
Tafel- und Mostobst, die Wiese mit ihren Gräsern und Kräutern als
Viehfutter.
Bundesweit kaufen über 70 ehrenamtlich arbeitende Initiativen
ungespritztes Mostobst auf und lassen in Mostereien naturtrüben Saft
pressen, der dann in eigener Regie vermarktet wird.
Eine gute Mostobstsorte hat einen hohen Säure- und Zuckergehalt; beim
Saftpressen werden die unterschiedlichen Streuobstsorten gemischt. Das
Ergebnis ist ein aromatisches und erfrischendes Getränk, das
geschmacklich kaum zu überbieten ist und sich von anderen käuflichen
Säften, bei denen Plantagenobst mitverarbeitet wurde, deutlich
abhebt. |
Welcher
Apfelsaft soll's sein?
- Probiere die fünf Saftproben und
beschreibe Aussehen, Geruch und Geschmack möglichst genau.
Vielleicht hilft dir dabei folgende Wortliste:
Der Saft ist klar, trüb, dickflüssig, fruchtfleischig.
Der Saft richt unangenehm, natürlich, schwach, fruchtig, nach
fremden Stoffen.
Der Saft schmeckt süß, süß-sauer, sauer, fade, fruchtig,
bitter, wässrig, frisch.
- Bewerte den Geschmack der Apfelsaftproben.
Welchen Saft magst du
am liebsten
(++),
gerne
(+),
nicht so gern
(0),
weniger
(-)
gar
nicht
(--)?
- Lies auf der Originalverpackung nach und
notiere die Produktbezeichnung.
- Lies den unten stehenden Text und erkläre
die Arbeitsschritte bei der Herstellung von Apfelsaft.
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Probe 1 |
Probe 2 |
Probe 3 |
Probe 4 |
Probe 5 |
| Aussehen |
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| Geruch |
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| Geschmack |
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| Bewertung |
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Produkt-
bezeichnung |
(selbst gepresst) |
(Direktsaft naturtrüb) |
(Direktsaft klar) |
(aus Konzentrat naturtrüb) |
(aus Konzentrat klar) |
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So wird Apfelsaft
hergestellt:
In den Mostereien werden die Äpfel in hochmodernen Press- und
Abfüllanlagen großtechnisch verarbeitet. Nach dem Waschen werden
die Früchte verlesen und in einer Mühle zu Maische gemahlen.
Beim Pressen entsteht dann naturtrüber Apfelsaft. Durch einen
Separator kann der gewünschte Fruchtfleischanteil eingestellt
werden. Um klaren Apfelsaft zu erhalten, muss der Saft
zentrifugiert und filtriert werden. Eine nachträgliche Trübung
des klaren Saftes wird durch Zugabe von Gelatine, Bentonit und
Kieselsol verhindert. Bis hierher handelt es sich um
"Direktsaft", der nur durch kurzes Erhitzen haltbar
gemacht und sofort abgefüllt wird. Dabei gehen allerdings ein
Teil der Vitamine und Aromastoffe verloren.
Um den Saft haltbarer zu machen und dadurch Transport und Lagerung
zu erleichtern, wird der frisch gepresste Saft oft konzentriert,
indem man ihm Wasser entzieht. In modernen Anlagen wird das Aroma
abgeschieden und bei der Rückverdünnung wieder zugeführt. Es
darf nur das zugeführt werden, was weggenommen wurde. Beim
Abfüllen muss der Saft erneut erhitzt werden. Dabei gehen noch
einmal Vitamine und Aromastoffe verloren. Solche Produkte müssen
mit "aus Apfelsaftkonzentrat" gekennzeichnet
werden. |
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(Quelle:
Texte und Arbeitsaufgaben verändert nach: Schopfer, H.: Naturtrüber
Apfelsaft aus Streuobst, in: UB 227, Seelze, 1997) |
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2. Deutschland sucht den Super-Apfel
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Äpfel
sind ein beliebtes, vielfältiges und viel verzehrtes Obst, das in mehr als
80 % aller Haushalte regelmäßig verzehrt wird und von ca. 38 % der
Bevölkerung jeder anderen Obstsorte vorgezogen wird (Angaben
nach UB 161, S. 28ff).
Besonders Lebensmitteldiscounter bieten jedoch nur gut verpackte Sorten in
geringer Auswahl an - kein Wunder, wenn die Sortenkenntnis beim Verbraucher
abnimmt, Bewertungsmaßstäbe verschwimmen und z.B. der Duft einer Frucht,
der schon eine ganze Menge über Qualität und Geschmacksrichtung aussagen
kann, für die Kaufentscheidung kaum eine Rolle spielt. Eine nach
"Schönheit" getroffene Entscheidung für den Kauf einer
speziellen Apfelsorte, führt jedoch oft zur geschmacklichen
Enttäuschung.
Ziel dieses Apfelvergleichs ist es daher nicht, einen
"Apfelsieger" zu finden, sondern Augen, Mund und Nase für eigene
Eindrücke über dieses Nahrungsmittels zu öffnen und dabei zu erkennen,
dass die individuellen Vorlieben durchaus unterschiedlich sein können
- ein wichtiges Argument für die Erhaltung der Vielfalt von Apfelsorten! |
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1. Durch den Vergleich zweier sehr unterschiedlicher Apfelsorten,
z.B. Granny Smith und Cox Orange, wird ein Bewertungsbogen entwickelt.
Dazu werden die beiden Sorten zuerst von den Schülern verkostet und
Sinneseindrücke gesammelt. Diese werden nach bestimmten Kategorien -
äußere Mermale - Fruchtfleisch - Duft - Geschmack - sortiert, woraus
dann die endgültigen Bewertungskriterien zusammen gestellt werden. Je nach
Altersklasse kann die Erstellung eines Begriffskatalogs hilfreich
sein.
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Beispiele
für äußere Merkmale: glatt, dünnschalig, derb, rauh, narbig,
grau, rot, streifig, mit Sternchenmuster, gepunktet etc.;
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Beispiele
für die Beschaffenheit des Fruchtfleisches: weiß, gelb, feinzellig,
fest, saftig, locker, knackig, evtl. Angabe einer Abstufung, siehe
Tabelle;
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Beispiele
für den Duft: schwach, herb, nichtssagend, fade, kräftig,
süß
-
Beispiele
für den Geschmack: süß, sauer, fruchtig, fade - siehe Tabelle -,
nussartig, aromatisch, ananasartig, mandelartig etc..
2.
Jetzt erfolgt die Beurteilung anhand eines Arbeitsbogens. Die
Abbildungen stellen nur eine kleine Auswahl häufiger Apfelsorten dar. Auf
jeden Fall sollten Gartenäpfel für die Verkostung mit berücksichtigt
werden!
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Die
Apfel-Hitparade
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Elstar |

Fuji |

Gala Royal |

Granny Smith |

Red Delicious |
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Golden Delicious |
Bilder
anklicken für eine Detailansicht! |

Pacific Rose |
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Beurteilungsbogen:
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Sorte |
Äußere Merkmale |
Duft |
Geschmack |
Fruchtfleisch |
Urteil |
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Farbe
Schale |
Aroma |
süß
sauer |
fruchtig
fade |
fest bis
weich |
saftreich/
trocken |
feinzellig/
grob |
Gesamt
note |
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z.B. Graue
Renette |
derbe/rauhe
Schale
grau-grün
unansehnlich |
herber
Duft |
sehr
säuerlich |
fruchtig |
fest/mittel |
ziemlich
saftig |
mittelfein |
1 |
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z.B.
Rote Sternrenette |
schön
rot mit Sternchenmuster, glatte Schale attraktiv |
schwach,
nichts- sagend |
wenig
ausgeprägt, etwas süßlich |
eher
fad |
mittelfest |
ziemlich
trocken |
fein |
4 |
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Aufträge:
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Haltet
zunächst für jede Sorte in den beiden vorgesehenen
Spalten eure Eindrücke zum Aroma und zum Äußeren
fest.
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Zerlegt
den Apfel in so viele kleine Scheiben, dass ihr jede Sorte
mindestens dreimal vergleichend kosten könnt! Beschreibt
den Geschmack und beurteilt die Beschaffenheit des
Fruchtfleisches.
-
Ermittelt
im ersten Durchgang die Sorte, die euch am besten und am
schlechtesten schmeckt. Verseht die Spitzensorte mit einer
Gesamtnote, indem ihr die Ergebnisse in den einzelnen
Spalten festhaltet und daraus die Note bildet. Führt das
Gleiche mit der euch am wenigsten zusagenden Sorte durch
(Noten von 1 bis 6 sind möglich).
-
Kostet
nun im Vergleich zum Spitzen- und Endplatz die anderen
Sorten, wobei ihr bei der Benotung darauf achten solltet,
in eurer Gruppe die Meinung jedes Gruppenmitglieds zu
hören.
(Quelle: Kamp, B., in: UB 161, 15.
Jahrgang 1991, S. 28 ff, Seelze)
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3.
Im Mittelpunkt einer anderen Unterrichtsstunde könnte der Ladenapfel
stehen.
Im Vergleich zu Gartenäpfeln, sehen Ladenäpfel einer Sorte sehr
einheitlich aus. Sie haben alle eine ähnliche Größe und den gleichen
Reifegrad, der ein ganz wesentliches Qualitätsmerkmal darstellt.
Es gibt grundsätzlich zwei Reifezeiten: Baum- oder Pflückreife und
Genussreife. Während Früh- oder Klaräpfel und Herbstäpfel gleich nach
der Ernte gegessen werden können, brauchen Winter- oder Lageräpfel eine
Nachreifezeit um zu schmecken.
Der saure Geschmack unreifer Äpfel ist auf den hohen Apfelsäuregehalt
zurückzuführen, der mit zunehmenem Reifegrad abnimmt, während
gleichzeitig andere aromatische Fruchtsäuren zunehmen. Hierzu gehören
Butylacetat (= Essigsäurebutylester) und Hexylacetat (Exxigsäurehexylester),
die leicht flüchtig sind, und dem Konsumenten gleich "in die Nase
steigen". Beispielsweise erreichen zu früh geerntete Früchte der
Sorte "Golden Delicious", trotz regelgerechter Kühllagerung nach
der Ernte, nicht mehr den als Orientierungsgröße angenommenen
Mindestschwellenwert von 500 ppm Butylacetat und bleiben daher geschmacklich
fade und sauer. Wie man auch bei Ladenäpfeln feststellen kann ob die
Qualität stimmt, soll mit Materialien und Arbeitsaufgaben untersucht
werden.
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Augen
auf beim Apfelkauf
Wer beim
Obsteinkauf nur auf das Aussehen der Ware achtet, muss mit
Enttäuschungen rechnen, denn was auf dem Markt ein Augenschmaus
ist, entpuppt sich beim ersten Bissen häufig als geschmackloser
Graus. Zwar kann der Verbraucher dem Gravensteiner oder Boskop in
der Regel nicht ansehen, dass er geschmacksneutral herangewachsen
ist. Beherzigt er jedoch einige Hinweise, kann er sich vor Frust
schützen. Denn einige Qualitätsmängel lassen sich den Äpfeln
ansehen:
Zu früh vom Baum gerupftes Obst ist daran zu erkennen, dass die
Stiele fehlen oder dass Astteile und Blätter an den Stielen
hängen. Reife Früchte lösen sich nämlich leicht vom Baum, weil
sich zwischen Stiel und Ast eine "Trennschicht"
ausgebildet hat.
Reife Äpfel zeichnen sich auch durch eine typische Kelchpartie aus.
Nach Angaben des Schweizerischen "Apfelpapstes" Karl Stoll
weist eine "weite und tiefe" Kelchgrube mit weit
auseinander liegenden "Kelchhöckern" darauf hin,
"Dass die Frucht am Baum bis zuletzt ausreichend ernährt
worden ist und eine reiche Mitgift trägt an Zucker, Säuren und
Aromastoffen". Eine "sehr enge und sehr flache
Kelchgrubeneinsenkung" ist auch ein Hinweis darauf, dass es
sich um unterentwickelte Früchte handelt, die am Baum zu kurz
gekommen sind.
Leider ist die Farbe kein sicheres Zeichen mehr, dass Äpfel reif
sind. Deshalb ist hier Vorsicht angesagt. Wenn Boskop mit roten
Backen schon im August auf dem Markt ausliegen, sollte man die
Finger davon lassen - ebenso im April von geschmackloser
Vorjahresware aus CA-Lagerräumen (s.u.).
Ein gesundes Maß an Misstrauen ist auch gegenüber allzu makellosen
und schönen Äpfeln angebracht: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch,
dass sie mit Spuren von Chemikalien behaftet sind. Bei
Bio-Markenware kann man relativ sicher sein, dass sie nicht mit
aktuellen Pestiziden belastet ist.
Und noch ein Tip: zu große und zu kleine Äpfel sollte man
meiden (es sei denn, es handelt sich um die normale Größe der
Sorte). Riesen-Früchte schmecken nicht selten fade und halten sich
nicht gut, ganz kleine sind oft unterentwickelt. Wenn es große
Früchte sein müssen, rät der Südtiroler Apfelexperte Hermann
Oberhofer zu rauhschaligen Exemplaren: Bei ihnen ist das Verhältnis
zwischen Zucker- und Wassergehalt ausgewogener als bei großen,
glattschaligen Äpfeln. Das bedeutet: Sie schmecken besser (nach:
Natur, 10, 1988).
CA:
Controlled Atmosphere; die Äpfel werden bei 0,5 Grad, konstanter
Luftfeuchte und kontrolliertem Gasgehalt der Luft gelagert, ihr
Äußeres verändert sich dabei kaum.
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Fasse die
Verbraucherhinweise, die in dem Text gegeben werde, zusammen.
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Im
Text wird erwähnt, dass der Erntezeitpunkt Einfluss auf den
Gehalt eines Apfels an geschmacksbestimmenden Aromastoffen hat.
Dazu wurde eine Untersuchung durchgeführt: Man stellte fest,
wieviel Aromastoffe von einer Frucht innerhalb von 6 Stunden und
bei einer Temperatur von 18° C abgegeben wurden. Die
Kleinbuchstaben in dem Diagramm stehen für verschiedene
Aromastoffe. Wichtigster Aromastoff ist das Butylacetat
(c).
Beschreibe die Unterschiede im Gehalt an Aromastoffen bei einer
frühen Ernte ("Grünpflücke") und einem optimalen
Erntezeitpunkt, wenn sich der Apfelstiel leicht vom Baum löst.
Beachte, dass ein Apfel mindestens 500 ppm Butylacetat abgeben muss, um ausreichend Geschmack zu
besitzen.
-
Im Laden werden die
ersten Früchte einer Sorte, die im Jahr verkauft werden,
besonders gut bezahlt. Überlege, ob dies eine sinnvolle
Geldausgabe ist.
(Quelle: Kamp, B., in: UB 161, 15.
Jahrgang 1991, S. 28 ff, Seelze)
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Leckeres
rund um den Apfel |
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Aus Äpfeln lassen sich viele
schmackhafte Dinge herstellen: Apfelsaft, Apfelmus, Apfelkuchen,
Apfelkrapfen, Apfelgelee, zusammen mit Kartoffeln das leckere Gericht
"Himmel und Erde" u.s.w. ..... Mit kurzem Nachdenken ließe sich
die Liste sicher noch beliebig verlängern.
Und nicht nur uns schmecken Äpfel so gut. Auch manche Vogelarten
schätzen sie - besonders im Winter!
Für die passende Bastelanleitung klicken Sie auf das
Apfelhäuschen.
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Gedörrte
Äpfel
Eine
traditionelle Methode um Früchte haltbar zu machen, ist es ihnen das
Wasser zu entziehen. Schon im Mittelalter wurden auf dem Lande Früchte in
der Sonne bzw. durch die warme Umgebungsluft getrocknet und so
konserviert. Dafür wurden Apfel- oder Birnenringe auf lange Schnüre gefädelt
und z.B. auf dem Dachboden oder in anderen trockenen und warmen Räumen
aufgehängt. Bis die Obstringe trocken waren, vergingen viele Tage.
Heute kann dieser Vorgang mit dem Backofen oder mit speziellen Dörrgeräten
beschleunigt werden.
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Methode:
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Man
nehme gut gereifte Äpfel ohne größere Schadstellen. Früchte
waschen und mit einem Tuch trockenreiben. Nicht schälen - es sei
denn, die Äpfel sind besonders hartschalig.
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Kerngehäuse
mit einem Apfelausstecher entfernen.
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Apfel
in 5 - 10 mm dicke Scheiben schneiden. Dünne Scheiben geben
"Apfelchips".
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Ringe
auf einen Backofenrost legen, auf Fäden oder auf Holzstäbe
ziehen.
Tipp: Stäbe sollten
dann in die Einschubleisten des Backofens passen; Fäden können unter
den Backofenrost gehängt werden. Evtl. Abtropfblech unter die
trocknenden Früchte schieben.
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Apfelringe
vor dem Trocknen kurz in leicht gesalzenes Wasser oder Zitronensaft
tauchen, damit sie nicht zu braun werden.
Evtl. verhindert schon der
Gehalt an Vitamin C die Bräunung. Das ist aber von der Reife und
Sorte des Apfels abhängig.
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Trocknen
mindestens 30 Minuten bei 50 bis 60° C und leicht geöffneter
Backofentür, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.
Evtl. geringere Temperatur (35°C) und längere Trockenzeit wählen.
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Die
Äpfel sind fertig, wenn sie auf Fingerdruck noch leicht nachgeben,
aber keine feuchten Stellen mehr haben. Die
getrockneten Früchte können als Tee oder in Kompott oder für Müsli
verwendet werden.
Sie schmecken prima als gesunder Chips-Ersatz.
Auch als duftender Schalen- oder Weihnachtsbaumschmuck (z.B. mit
getrockneten Orangen- und Zitronenscheiben) sind
die Fruchtscheiben sehr beliebt.
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Getränkerezepte:
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Apfel-Milch-Shake
Zutaten:
pro Glas 1
Apfel
0,1 l Milch
etwas Zucker |
Das
Kerngehäuse entfernen und den Apfel reiben Mit der gekühlten Milch
übergießen und nach Belieben süßen. Am schnellsten gelingt der
Apfel-Milch-Shake mit einem Stabmixer oder einer Küchenmaschine. |
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Apfeltee
aus ganzen Äpfeln
Achtung: Vorbereitungszeit!
Zutaten:
4 Äpfel
1 l Wasser
Honig, evtl. Zitrone |
Die
Äpfel gründlich waschen und mit Schale und Kerngehäuse klein schneiden.
In eine Kanne geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Zudecken
und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Durch ein Sieb schütten und den Apfeltee
mit Honig süßen. Wer möchte, kann etwas Zitronensaft beigeben.
Der Apfeltee schmeckt sowohl warm (nach nochmaliger Erwärmung) als auch
kalt getrunken sehr lecker. |
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Gefüllte
Äpfel, gebacken:
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Zutaten:
1 kleiner oder
½ Apfel pro Person
(am besten ein Winterapfel wie Boskoop oder Ontario)
Nüsse/ Mandeln/ Rosinen
evtl. Kokosflocken
Honig
½ Glas Apfelsaft |
Mit
einem Apfelausstecher das Kerngehäuse ausstechen, um Raum für die
Füllung zu haben. Hierfür eignen sich fein oder grob gemahlene Nüsse
oder Mandeln, gemischt mit ungeschwefelten dunklen Rosinen oder anderem
kleingeschnittenem Trockenobst, auch Kokosflocken kann man nehmen. Wenn nötig
süßt man mit etwas Honig und mischt das Ganze mit etwas Flüssigkeit.
Pro Apfel etwa 1 EL Füllung rechnen.
Die gefüllten Äpfel setzt man in eine Auflaufform, gibt ½ Glas
Apfelsaft hinzu und lässt sie bei 200 Grad etwa 15 Minuten backen (
zerfallen dürfen sie nicht). Dazu ganz einfach ungeschlagene Sahne zum Übergießen
bereitstellen. |
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Apfelwaffeln:
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Zutaten
für 4 Personen:
150 g Margarine
oder Butter
200 g Zucker
4 Eier
½ Teelöffel
Salz
250 g Mondamin (Stärkemehl)
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
1 gestrichener Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
2 Äpfel |
Äpfel
schälen und fein raspeln oder in kleine Würfel schneiden. Aus
Margarine/Butter, Zucker, Eiern, Mehl, Backpulver, den Gewürzen und Salz
einen Rührteig zubereiten. Danach die Äpfel unter den Teig ziehen.
Die Waffeln werden im leicht gefetteten Waffeleisen ausgebacken. |
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Links:
Literatur:
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Franke,
W.: Nutzpflanzenkunde, Stuttgart, 1997
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Kamp,
B.: Die Apfelhitparade, in: UB 161, Seelze, 1991
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Kreuter,
M.-L.: Der Biogarten, München, 1988
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Naber,
A., Latorre, S.: Apfel, in: Das kreative Sachbuch, Dietzenbach, 1998
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Schopfer,
H.: Naturtrüber Apfelsaft aus Streuobst, in: UB 227, Seelze, 1997
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